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Kartenzählen - damals und heute

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Um ein solches „heißes“ Deck zu identifizieren, muss der Spieler nur die bereits gespielten hohen und niedrigen Karten zu einem „Running Count“ gegeneinander aufrechnen. Auch wenn eine erfolgreiche Anwendung der Strategie im täglichen Casino-Betrieb zuerst stark angezweifelt wurde, so waren die Casino-Manager rund um den Globus doch zumindest alarmiert. Und das zu recht. Thorp selbst gelang es schon während seiner Studien, tausende von Dollar an den Black Jack-Tischen von Reno und Las Vegas zu gewinnen und dadurch vielfach die Aufmerksamkeit der Sicherheitskräfte auf sich zu ziehen. Aber insbesondere seine Nachahmer – allen voran das legendäre „MIT Blackjack Team“ – machten den Casino-Betreibern ab den 80er Jahren das Leben zur Hölle. Dieses top organisiert und gut getarnt auftretende Team aus Studenten der MIT-Universität, entführte über Jahre hinweg sehr hohe Gewinne aus den Casinos der USA und lieferte sich dabei ein „Katz und Maus“-Spiel mit den Sicherheitskräften.

Der Stoff, welcher sich aus dieser Fehde entspann, wurde im Jahr 2008 mit dem wirklich sehenswerten Film „21“ auf die Leinwand gebracht. Doch wer direkt nach Genuss des Filmes meinte, sich etwas Geld nebenher verdienen zu können, sah sich schnell eines Besseren belehrt. Noch vor dem Ende des zurückliegenden Jahrhunderts hatten die Casino-Manager durch eine Reihe von Maßnahmen das Kartenzählen unattraktiv gemacht und die Kontrolle über die Black Jack-Tische zurückerlangt. Insbesondere das frühe Mischen oder Austauschen angefangener Kartenschlitten erwies sich als äußerst wirksam und entzog der von Thorp entworfenen Strategie die wichtigste Grundvoraussetzung.

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